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Nahezu malerisch liegt zwischen den beiden Adelshöfen  an der Grenze zum „Koreitz“ der Woltersdorfer Dorfteich, auch „Bauernteich“ genannt. Der Name ist hergeleitet von gewissen Privilegien, die nur den Bauern eingeräumt waren.
Marianne Gehrke schreibt hierüber:

Der Bauernteich  erhält sein Wasser aus einer Quelle, dem „Spring“.
In früheren Zeiten hatte dieser Teich mehrere Funktionen.
An erster Stelle stand wohl die Wasserversorgung für Mensch und Tier. Ebenfalls wurde bei den vielen Feuersbrünsten hier das Wasser entnommen. Aber nur den Bauern war es gestattet, ihre Tiere hier zu tränken, wahrscheinlich bezog es sich auch auf das Wäschewaschen.
Noch 1950, so kann ich mich erinnern, wusch meine Mutter nach der Kartoffelernte die Jutesäcke  im Bauernteich.

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winterliches Eisvergnügen

Die Chronistin Milli Klatt berichtet über eine unbekannte Woltersdorfer Versmacherin aus dem vergangenen Jahrhundert, von der dieses Gedicht über den Bauernteich stammt:
 

„Du lieber alter Bauernteich,
wie grüß´ ich Dich heut´,
ich denk´zurück an meine Kinderzeit,
jetzt bin ich alt, doch Du bleibst jung und neu.
Wie oft hab´ ich als Kind an Deinem Ufer
still gesessen und geträumt
und zugeschaut den Gänsen und den Enten,
die stolz und hehr sich schaukelten auf deinen Fluten
und putzten ihr Gefieder.
Mir ist´s, als seh´ ich sie heute wieder,
als wären´s  noch dieselben aus der Kinderzeit.
Und auch die kleinen Sticherlinge hab´ ich nicht vergessen,
die Jungens fischten sie im Korb heraus
und froh bewegten Herzens trug ich sie nach Haus´,
lief schnell noch mal zurück, um frisches Wasser nachzuholen,
doch plumps, da fiel ich ´rein.
Ein grosser Junge zog mich schnell an beiden Beinen ´raus.
Sonst, lieber alter Bauernteich, wär´ ich schon lange Dein!
Nun heute, da Du der Mittelpunkt des Dorfes bist,
zieh´ ich auch Dir zu Ehren an mein schönstes Kleid
und schwinge tüchtig noch das Tanzbein mit.
will wünschen, daß Du mögst für Groß und klein,
ein wahrer Schutz und Segen sein
!“

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