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Gastwirtschaft “Zur Post”
 Die Gaststätte mit inliegender Poststelle wurde im Laufe der Zeit von recht vielen Gastwirten bzw. Gastwirts-Ehepaaren bewirtschaftet. Das im 19. Jahrhundert errichtete Gebäude am Ortseingang bot, durch seine im Historismus-Stil gehaltene Straßenfront, einen einzigartigen Anblick, der für ein Bauerndorf recht ungewöhnlich war.

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Damals...

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... und aus heutiger Sicht.

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Herta u. Otto Thiele betrieben Gastwirtschaft und Poststelle
von 1953 bis 1958.

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Gastwirt Otto Thiele hinter seiner Wirkungsstätte

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Der Eingang Anfang der 60er Jahre; damaliges Wirts-Ehepaar Martha und Paul Otto aus Rosche.

Ein paar Jahre später mußte die recht solide Eingangstür als Kugelfang für mehrere Pistolenkugeln im Kaliber 6,35 mm herhalten, mit der ein verärgerter und volltrunkener Woltersdorfer nächtens seinen gewaltsamen Rauswurf kommentieren wollte.
Zum Glück kam dabei niemand zu Schaden und der aufmerksame Leser merkt bestimmt bald, um wen es sich handelte.

Gildefrühschoppen mit Musik
In der Gaststube von Kurt Wranek, Nachfolger von
Martha und Paul Otto.

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Von links, soweit erkennbar: Hauptmann Karl Bense sen.,
Rudi Krause, Gildevorsitzender Waldemar Schulz,
Spieß Joachim Kracht, Schatzmeister Karl Möller.
(Foto aus den 70er Jahren).

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Resthofstelle Lübbars
 Hier lebte der Witwer und ehemalige Bürgermeister Ernst Lübbars mit seiner Tochter Walfriede. 

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Der ehemalige Hof Lübbars

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Kriegsschlachtung auf dem Lübbars´schen Hof
(v.l.: Schlachter-Thiele sen., Ernst Mennerich sen., Alwine Lübbars
 und Ernst Lübbars jun.)

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Hofstelle Wilke
 Heino Wilke bewirtschaftete den Hof mit seiner Ehefrau Grete, deren Bruder Karl und den Kindern Horst und Karin, mit der ich zusammen zur Schule ging und auch konfirmiert wurde.

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Der ehemalige Hof Wilke

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Der Hof Wilke 1890

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Grete und Heino Wilke
Kriegstrauung 1943

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Resthofstelle Hennings
 Nach dem Ableben seines Vaters übernahm Heinz Hennings mit seiner Frau Hilde die Gebäude und richtete sich hier einen Friseur-Salon ein, der über lange Zeit eine Institution in Woltersdorf war. Viele Jahre stand Heinz der Friseur-Innung des Landkreises als Obermeister vor.

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Wohngebäude der Familie Hennings, in dem sich das Friseurgeschäft
und zeitweilig auch die Poststelle befand

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Der Hof Hennings um 1900

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Hilde und Heinz Hennings in ihrem Frisiersalon

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Manfred Möller wird vom Meister gründlich eingeseift.

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Resthofstelle Jarsau
 Hier lebte die Familie Jarsau mit Tochter Irmgard, die sich mit Reinold Bauer verheiratete. In der zum 4-Familienhaus umgebauten Scheune, habe ich dann später 20 Jahre lang gewohnt. 

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Die ehemalige Hofstelle Jarsau

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Vorkriegsgruppenfoto auf dem Jarsau´schen Hof
(v.l.: Knecht, Willi Gehrmann, Emma Jarsau, sitzend Irmgard Jarsau, Gast, Friedrich Jarsau, Gast)

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Irmgard Jarsau und Reinhold Bauer

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Hofstelle Saul
 Willi Saul bewirtschaftete den Hof mit seiner Ehefrau Lydia, Sohn Lothar und und den beiden Töchtern Ilona und Monika, mit der ich zusammen zur Schule ging und konfirmiert wurde.
Auch auf diesem Hof war ich mit meinen Eltern für einige Zeit in einem Raum einquartiert, bis wir wegen Eigenbedarf wieder herausgeklagt wurden.

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Der ehemalige Hof Saul

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Lydia und Willi Saul

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Willi Saul

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Stellmacherei Rieckhoff
 In der Werkstatt, die im hinteren Teil des Grundstücks lag, wurden die großen Holzräder für die Leiterwagen der Bauern hergestellt und repariert. Tochter Jutta heiratete später den Schlachter Kurt Gassert, der bei der frisch gegründeten Firma Vogler eine Anstellung fand.

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Das Wohngebäude der ehemaligen Stellmacherei

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Stellmacherbetrieb Rieckhoff

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Stellmachermeister Adolf Rieckhoff

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1953: Hochzeitszug von Jutta und Kurt Gassert
(im Hintergrund das alte Ehrenmal)

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Das Paar wird von Pastor Werner Schönfelder in der Feldkirche  getraut.
(Der Innenraum ist hier noch nicht umgestaltet: Die Prediger-Empore befindet sich über dem Altar, an dem rechts der Vorbau der Sakristei anschließt.)

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Hausschlachter Kurt Gassert,
so wie ihn damals jeder im Dorf kannte.
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Wohnhaus Hoplitschek
 Hier lebte die Familie von Joseph und Edith Hoplitschek mit ihren Kindern Günther,
Ulrich und Eveline. 

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Hier stand ehemals das kleine Haus der Hoplitschek´s

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Das frühere Wohnhaus Hoplitschek

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Joseph Hoplitschek ...

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... und der Nachfolgemieter
    Gerd Lippe
(„Labbedu“)

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Resthofstelle Hinze
 Nach dem Tod seiner Eltern wirtschaftete hier der Junggeselle Karl Hinze (Hinzen Karl) alleine vor sich hin. In seinem Ziehbrunnen hinter dem Haus, der eigentlich der Trinkwasserversorgung dienen sollte, hielt er sich allerlei Fische, die er im Lucie-Kanal gefangen hatte. Damit war dann aber endgültig Schluß, als ich mit meinen Eltern hier eine Wohnung angewiesen bekamen. Dementsprechend war dann auch die spätere Grundstimmung, weil Karl uns immer als Fremdkörper betrachtete.
Unsere Wohnung bestand aus einer kleinen Küche, einer Stube, die auch gleichzeitig als Schlafstube für meine Eltern dienen mußte und einer sehr kleinen, unbeheizten Kammer für mich. Solange die einzige Kuh im angrenzenden Stall noch lebte, war das im Winter kein Problem. Nach deren Abschaffung blühten auf meiner Bettdecke die Eisblumen. Der Auszug drohte uns diesmal nicht durch Klage, sondern durch das plötzliche Ableben unseres Hausherrn. Da er keine Nachkommen und auch kein Testament verfaßt hatte, wurden - nach langem hin und her - Haus und Hof unter Karl Thiele und Reinold Bauer aufgeteilt und wir mußten uns eine neue Bleibe suchen. Neuer Besitzer wurde der Kurzwarenhändler Heinrich, der zuvor bei Adolf Eggers wohnhaft war und mit seinem Bauchladen für Knöpfe, Nähgarn und Rasierklingen über die Dörfer zog.

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Der ehemalige Hof von “Hinzen Karl

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Karl Hinze

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1963: Der Webseiten-Autor vor dem Anwesen Hinze

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Resthofstelle Schulz
 Ernst Schulz “Keikenschulz” (Keinkischult) bewirtschaftete den Hof mit seiner Ehefrau Emma  notdürftig allein, weil der einzige Sohn und Hoferbe im letzten Krieg gefallen war. Für kleinere Landarbeit hielt man sich auf dem Hof noch ein Pferd. Bei größeren Arbeiten half der Neffe Hans-Hermann Schulz “Burmeister” aus. Hier wohnte zeitweilig mein Schulfreund Siegfried Wacker mit seiner Mutter Erika Göritz sowie seinen beiden Halbgeschwistern Karl-Heinz und Ingrid.

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Der ehemalige Resthof “Keikenschulz”

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Emma und Ernst Keiken-Schulz

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Resthofstelle Jabelmann
 Friedhelm Jabelmann lebte hier mit Ehefrau Helga und Tochter. Im Nebenerwerb war er beim Postamt Lüchow als Zusteller tätig. Sein Vater Ernst, der trotz einer Beinprothese immer noch mit einem umgerüsteten Fahrrad unterwegs war, wurde eines Tages, direkt vor seinem Haus, von einem Auto tödlich überfahren.

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Der ehemalige Hof Jabelmann

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Helga und Friedhelm Jabelmann

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Resthofstelle Schulz
 Ernst Schulz “Chaussee-Schulz” lebte hier mit seiner Ehefrau Ilse und den Kindern Anneliese, Gerda, Berthold und Joachim. Der hochbetagte Vater von Ernst, hatte sich einen langen weißen Bart wachsen lassen, der ihm bis zum Bauch reichte. Bei uns Kindern hieß er darum nur der “Weihnachtsmann”. Ernst´s Schwester Pauline war mit einem amerikanischen Besatzungssoldaten liiert. Wenn sie mit ihm, von Zeit zu Zeit, ihr Elternhaus besuchte, machten sie vorher immer eine Dorfrunde - anfangs im Army-Jeep, später im offenen Straßenkreuzer. Diese Liaison mit dem ehemaligen Feind, rief bei den alteingesessenen Woltersdorfern nur Kopfschütteln hervor, zumal der neue Freund auch noch eine schwarze Hautfarbe hatte. Ernst Schulz gab die Bewirtschaftung des Hofes auf und fand eine Anstellung bei der Lüchower SKF.

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Der ehemalige Resthof von “Chaussee-Schulz” heute ...

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... und damals, mit der Ecke zum „Spitzbubenweg“.

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Ilse und Ernst Chaussee-Schulz

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Der Weg, der eigentlich keiner war und dennoch viele Namen hatte
 Die schmale Lücke zwischen den Grundstücken von “Chaussee-Schulz” und Manthey endete damals nach einigen Metern in einer Ackerfurche. Dennoch strebten wir hier fast täglich nach der Schule, quer durch die Feldmark, der Reitbahn zu. Das Waldstück mit den vielen Kieskuhlen war unser bevorzugter Abenteuerspielplatz, wo wir uns überwiegend im Erdbunkerbau übten. Zu der Zeit hieß dieser Pfad noch “Katzenweg”. Später bekam er dann die Namen “Thielen Gänseweg” und “Spitzbubenweg”, den er wohl noch heute hat. Besonders beliebt war er vor etlichen Jahren bei unserem Dorfunikum “Molle”, der ihn gern für seine nächtlichen Rasenmäher-Heimfahrten vom Dorfkrug nutzte.

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Der ehemalige ”Katzenweg”

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