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Das Richtfest der neuen Schule wurde  bei strahlendem Sommerwetter am 26. Juni 1954 gefeiert.

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Annerose Fröhlich und Christel Herrmann berichten darüber im "Schulbau-Tagebuch":

"Schon lange hatten wir uns auf das Richtfest unserer Schule vorbereitet. Wir übten dazu einige Lieder und Verse. Am Sonnabend sollte das Richtfest stattfinden. Die Mädchen flochten am Vormittag in der Kapelle den Richtkranz. Die Bügel dazu hatten die Jungen besorgt, auch schafften sie das Eichenlaub herbei. Der Kranz wurde mit bunten Bändern geschmückt. Für jeden Zimmermann banden wir nach alter Sitte ein farbiges Halstuch ein.

Gegen 18 Uhr versammelten sich alle Schulkinder. Wir wollten noch einmal unsere Lieder durchüben. Dann schritten wir mit dem Richtkranz der Schule zu. Die Zimmerleute waren noch fleißig bei der Arbeit. Ein Arbeiter nahm uns den Richtkranz ab und befestigte ihn auf den Dachbalken. Die Bänder flatterten lustig im Winde.
Plötzlich ertönten drei Schläge. Herr Lende, der Zimmerpolier, schlug mit einer Axt auf einen Balken des Dachstuhles. Er sagte seinen Richtspruch und trank auf das weitere Gelingen des Schulbaues. Das Schnapsglas mußte darauf zerspringen.

Die Zimmerleute holten sich ihre Tücher vom Richtkranz und banden sie sich um den Hals; denn das gehörte zu ihrer Tracht. Dann stimmten wir unsere Lieder an. Der Bürgermeister, Herr Thiele, hielt eine kurze Rede, in der er für alles dankte.
Die Zimmerer und die Maurer begaben sich anschließend in die Gastwirtschaft Bitter, wo eine weitere Feier auf sie wartete."

Soweit der Bericht der Mädchen. Es folgte ein zünftiger Richtschmaus, von dem die Arbeiter später behaupteten, daß sich die Gemeinde Woltersdorf sich nicht habe lumpen lassen. Natürlich fehlten auch nicht die mehr oder weniger ernsten Reden, die bei solchen Anlässen das Essen würzen sollen, es aber oft kalt werden lassen.
Es sprachen Pastor Schönfelder, Oberkreisdirektor Lübbert, Maurermeister Schulz und der Chronist selber. Alle Ausführungen besaßen mehr oder weniger die treffliche Würze der Kürze, so daß bald ein fröhliches Lied und ein alkoholischer Tropfen die Stimmung steigerten, nachdem Bürgermeister Thiele mit einem Dank der Gemeinde an Herrn Pastor Schönfelder den offiziellen Teil geschlossen hatte.

Über das Ende des feuchten Teiles vermag der Chronist nichts zu sagen, da er bei beginnendem Morgendämmern zu Fuß seinen Heimweg nach Lüchow antrat.

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In den nun folgenden Sommerferien besuchten aufmerksame Schulkinder immer wieder "ihren" Schulbau und beobachteten sorgfältig alle Fortschritte.
Herta Thiele und Christel Herrmann stellten aus den Einzelbeobachtungen einen zusammenfassenden Bericht über die Arbeiten während der Sommerferien (1. Juli bis 6. August 1954) für das "Schulbau-Tagebuch" her:

"Die Giebelwände und die Schornsteine wurden hochgemauert, die Schornsteine innerhalb des Gebäudes verputzt. Einige Maurer rissen die Kellertreppe ein. Die beiden kleinen Fenster in der Südwand des alten Klassenraumes wurden zugemauert und eine große Fensteröffnung für das neue Blumenfenster in die Wand gebrochen. In den Wohnräumen wurden die Zwischenwände gezogen.”

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"Die Dachdecker nagelten die Dachlatten und brachten nach einiger Verzögerung endlich die Dachpfannen auf das Dach. Über die Decke des alten Klassenraumes war eine große Zeltplane als Regenschutz gespannt worden, die von der Sackfabrik Hitzacker entliehen worden war. In einige Dachteile wurden gläserne Dachpfannen eingesetzt”

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"Die Klempner befestigten an den Balken die Haken für die Dachrinnen und später die Dachrinnen.
Die Brunnenbauer sind endlich auf Wasser gestoßen. Jetzt steht ein Rohrbrunnen mit einer elektrischen Pumpe auf dem Hof. Er ist etwa acht Meter tief ausgeschachtet worden ...”

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Der Schulneubau im “Pressespiegel”

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Klassenfahrten, Ausflüge und viel Theater ...

Jürgen Meyer schreibt: „In den Jahrzehnten ihres Wirkens war unser Woltersdorfer Schulleben durch das Lehrer-Ehepaar Klein, neben dem normalen Unterricht, schon sehr stark durch Sportunterricht, Wandertage, Klassenfahrten und Elternabende mit großem Programm gekennzeichnet. Das bereitete nicht nur uns Kindern immer große Freude.“

Theateraufführung auf der Bühne im Saal
der Bitter´schen Gastwirtschaft

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von links: Anneliese Wolter, Ulrike Schulz, Dieter Elaß, Christel Barstorf, Angelika Kipper, Werner Stödter, Peter Zipperle, Karin Wilke, Heinz Konrad, Karl-Heinz Lorenz, Joachim Kracht, Carla Lüdicke.

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2 Wochen Ferien im Nordseebad Büsum (1957)

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v.l.: Arthur Schulz, Joachim Kracht, Marianne Schulz, Ernst-Günther Gain, Monika Saul, Heinz Konrad, Dieter Klein, Rudolf Thiele, Astrid Mohrin, Siegmund Ptach, Rosemarie Schulz, Anneliese Wolter.

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Schulkarneval

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von links: Joachim Kracht, Arthur Schulz, Heinz Konrad, Horst Wilke, -- , Wolfgang Brandhorst.

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Klassenfahrt in die Münchhausenstadt Bodenwerder (1958)

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Unser Quartier in der Jugendherberge

„Da das Hauptgebäude total überbelegt war, mußten wir Jungens mit dem hinteren Schrägdach-Anbau vorlieb nehmen, der sonst als Fahrradschuppen diente. Hier hausten wir dann zwei Wochen lang auf Feldbetten.“(J.Kr.)

Rast unter einem Aussichtsturm im Weserbergland.

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stehend von links: Joachim Klein, Edda Selent, Peter Zipperle, Rudolf Thiele, Ernst-Günther Gain, Rosemarie Schulz;
sitzend von links: Heinz Klein, Anneliese Klein, Karin Wilke.

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... auf der Weserfähre

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Radtour nach Hohenvolkfien

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v.l.: Rosemarie Schulz, Frau Klein, Karin Wilke, Joachim Kracht, Ernst-Günther Gain, Horst Wilke.

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